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   29.07.12 19:08
    Dana {Emotic(rock)}


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Faktor: 10

Ich bin fix und fertig. Und man sieht es mir deutlich an: Ich habe gestern exzessiv – zu exzessiv – der schönsten Nebensache der Welt gefrönt. Gebeugter, schleppender Gang, verursacht durch Muskelkater in den Beinen, Nacken- und Schulterschmerzen, latente Kopfschmerzen und abblätternder Nagellack. Ja genau - ich war shoppen!

Und jetzt sitze ich hier, inmitten des Getümmels von einst so stolz erworbenen Gegenständen. Und frage mich, weshalb ich bei der Erstellung der Timeline mit dem Titel „Shoppen_20120804_final.xls“ mal wieder den NBA vergessen habe. Und so ganz wirklich habe ich auch den VBA vergessen. Aber der ist ja schon erledigt, über den muss ich mir an dieser Stelle jetzt keine Gedanken machen. Obwohl: Ein deutliches „Dankeschön“ hat sich an dieser Stelle M. verdient. Den Gedanken sollte ich mir jetzt schon machen. Er hat geschaut, recherchiert, verglichen und mitgefiebert. Danke dafür!

Und jetzt sehe ich mich also mit dem NBA konfrontiert und ahne, dass der mindestens genauso viel Zeit wie das Erwerben all der schönen Dinge in Anspruch nehmen wird… Von was ich eigentlich spreche? Ach so, ich dachte, das sei klar. Vom Nachbereitungsaufwand, natürlich. Und dem Vorbereitungsaufwand. Aber das ist ja bereits erledigt. Ich meine, im Kofferraum liegt noch das Ikea-Regal „Gorm“, das in die Wohnung transportiert und dann aufgebaut werden will. Der niegelnagelneue Blu Ray-Player muss angeschlossen und die neuen Kinderhosen für meinen Sohn gewaschen werden. Hier müssen allerdings zuerst noch die Etiketten mit der Nagelschere entfernt werden. Wer hat es sich eigentlich ausgedacht, Etiketten enger und fester als Knöpfe an Hosen anzunähen? Diese zu entfernen, gleicht vom Aufwand her einer Nierentransplantation. Einfacher ist es da schon mit den ca. einen Quadratmeter großen Wasch-Etiketten auf den neuen Ikea-Küchenhandtüchern (rosa-lindgrün kariert und gestreift – schööön!). Die kann ich getrost abschneiden. Was drauf steht, kann ich mir nämlich gut merken: Bis zu 60 Grad waschbar, heiß bügeln. Nicht chemisch reinigen. Hatte ich eh nicht vor. Ich schaffe es ja noch nicht mal, meine Blazer in die Reinigung zu bringen.

Dann muss ich noch die Vanille-Duftkerzen im Glas von den Klebeetiketten befreien, selbiges von meinem neuen Glitzer-Armband entfernen und den Parfum-Flakon nebst kostenlosen-da-Sonderaktion-Duschgel aus rund einem Kubikmeter Kartonage entfernen. All das Plastik, all die Pappe, und all die Gummis und Styropor-Elemente müssen dann übrigens irgendwann auch aus ihrem Zwischenlager im Flur in die Mülltonne befördert werden. Da letztere runde 70 Meter Fußmarsch entfernt liegt und ersteres kumuliert mehrere Kubikmeter ausmachen, wird es lohnen, mich vorher in meine Outdoor-regen-und-windgeschützte Kluft zu schmeißen. Ich denke ferner ernsthaft über das Anmieten einer Sackkarre nach.

Ja, Shoppen ist schön. Das leichte Zittern, wenn man das Objekt der Begierde entdeckt. Der erhöhte Puls, wenn man es zur Kasse trägt. Die schwitzigen Hände, wenn man es bezahlt. Und der immense Ausstoß von Endorphinen, wenn man das Objekt dann in einer Tüte aus dem Laden trägt… Ach ja. Seufz.

An den NBA-Faktor 10 eines Gorm-Regals denkt man in diesem Moment allerdings nicht. Oder den NBA-Faktor 9 eines Blu Ray-Players (der ist zwar nicht so schwer wie das Gorm-Regal, allerdings muss beim Anschließen der Fernseher nach vorne geschoben und angehoben werden. Deshalb also doch eine 9). Kinderhosen von H & M bekommen eine glatte 7 von mir (gewaschen und getrocknet muss ja jedes Kleidungsstück werden…allerdings fallen hier zusätzlich Etiketten-Operationen mit OP-Besteck unter Halogen-Strahlern an) und mehrfach verwendbare Frühstücksbeutel-Verschluss-Klammern erhalten immerhin noch eine 4 von mir (die müssen zwar nur aus einem Beutel gepackt werden, allerdings nimmt die Suche nach einem geeigneten Aufbewahrungsgefäß dann schon einige Zeit in Anspruch). Vanille-Duftkerzen im Glas sind mit einem NBA-Faktor von 1 wärmstens zu empfehlen (das Etikett lässt sich einfach und schnell lösen), Glitzer-Armbänder aus einem Modeschmuck-Fachgeschäft erhalten eine 2 von mir (Etikett muss abgeknibbelt werden, geht aber unter Zuhilfenahme der Nagelschere, die ja wegen der Hosen ohnehin schon draußen ist, recht schnell). Das Parfum-Sonderpreis-Aktions-Angebots-Dingens erhält eine 4 (ist eigentlich schnell geöffnet, allerdings hat die feste Pappe eine Ecke in meinen rechten Zeigefingernagel gerissen).

Wenn dann allerdings der Sohn in der neuen Hose herumwetzt, das Regal aufgebaut und liebevoll befüllt das Kinderzimmer ziert, eine glitzerndes Armband meinen wohlriechenden Körper schmückt und rosafarbene Küchenhandtücher mein Geschirr polieren – genau! Das Auge trocknet schließlich mit ab! – dann ist das alles schon wieder vergessen. Und die nächste Timeline „Shoppen_201208xx_final.xls“ schon wieder in Arbeit…

 

5.8.12 13:12


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Freund, freunder, facebook

Ich habe eine Meinung! Beziehungsweise: Ich habe viele Meinungen! Jawoll! Und das heißt was, bei einer Waage! Dabei bin ich sehr stolz darauf, dass sich die verschiedenen Meinungen je auf ein Thema konzentrieren. Ganz un-waagig, sozusagen. Und ich kann Stellung beziehen! Das habe ich mir 36 Jahre lang erkämpft. Und oftmals als Waage nicht träumen lassen: Ich sage: Nein!“ zu Abtreibung und „Ja!“ zum Atomkraftausstieg. In sich nicht stringent, keinem politischen Lager zuordenbar, und darauf bin ich fast noch stolzer. Ich bin ich! Jawoll!

Und ich habe aktuell 177 Freunde bei Facebook. Auch dazu hatte (!) ich eine Meinung: falsch, unrealistisch, Augenwischerei, amerikanisches, oberflächliches „Oh! How do you do!“-Prinzip eben. Bis neulich: Da hat es sich angebahnt. Und kürzlich hat es sich manifestiert: Ich kann 177 Facebook-Freude haben. Jawoll! Aller „Das menschliche Gehirn ist nur zu 150 Freuden in der Lage!“-Rufen zum Trotz. Denn ich rede von Facebook-Freunden! Mit wem sonst könnte ich in diesem Moment, wenn es mir in den Sinn kommt, über selbigen des Lebens philosophieren? Mit wem könnte ich just im akuten Fall meinen Liebeskummer teilen? Mit wem könnte ich sonst meinen derzeitigen musikalischen Favoriten teilen? Oder sonst irgendeinen Geistesblitz, der mal mindestens die Rettung der Menschheit bedeutet?

Klar, ich habe Freunde. So echte, zum Anfassen. R., Benny, S., S. C. und N., M. nicht zu vergessen, zum Beispiel (Anm. d. Schreiberin: Ich habe versprochen, hier verdeckt zu agieren – R. heißt eigentlich anders, wollte aber immer „Rxxxxx“ heißen -> das perfekte Pseudonym, also!). Und dazu Kolleginnen, Nachbarn, Mit-Mütter und Familienmitglieder(innen), und die sind toll! Eine Kollegin wird dabei immer eine Kollegin bleiben (das heißt: Freundin + die, die einem mal eben einen Berg voll Arbeit abnimmt. ♥u!), eine Nachbarin wird dabei immer eine Nachbarin bleiben (das heißt: Freundin und die, die einem mal einen Liter Milch borgt. ♥u!) und eine Mit-Mutter immer eine Mit-Mutter (das heißt: Freundin und die, die mal eben das eigene Kind ein paar Stunden betreut. ♥u!), nicht zu vergessen: Eine Familienmitgliederin wird immer eine Familienmitgliederin bleiben (das heißt: Freundin und die, die einem beim Familienchronik-aufarbeiten zuhört. ♥u!) Aber die sowie die anderen Freunde sind eben nicht immer greifbar: R. ist im Urlaub, Benny (was für ein Pseudonym!) bei einem Mann, S. bei Mann und Kind und, und, und…aber ich habe ja noch meine Facebook-Freude! Jederzeit! Und zwar gerade die, deren echte, anfassbare Freunde auch gerade nicht zum Anfassen sind…vermute ich mal. Hier habe ich also meinen Ort gefunden, mich auszutauschen. Über das Leben, den Alltag, die Mode, die Liebe und so weiter und so fort…und zwar jederzeit. Und jetzt. Sofort. Dalli-dalli. Also: Facebook-Freunde! Ihr seid immer für mich da! Und das ist grandios! Niemals hätte ich mich ohne Facebook mit der Kollegin K. über die Situation auf der Arbeit austauschen könne, niemals mit (weitläufigen) Familienmitgliedern über Urlaub, Musik oder Revolution. Und das ist great!

 

An keinem anderen Ort werden Kollegen, Familienmitglieder, Nachbarn und Mitmütter so schnell zu Freunden. Zu Facebook-Freunden eben. Oft müsste ich das nächste Abteilungs-Abendessen, den nächsten runden Geburtstag, das nächste über-den-Gartenzaun-Gespräch oder den nächsten Spielplatz-Besuch abwarten. Doch Facebook macht’s möglich. Ich habe „Freunde“ für jede Gelegenheit gefunden. Und zwar 177 Stück. Das ist meine Meinung. Und ich danke jedem Einzelnen dafür!

 

29.7.12 16:25





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